Mariendistel

Vorkommen

Bei der Mariendistel (Silybum marianum) handelt es sich um eine seit der Antike als Heilpflanze genutzte Carduoideae-Art. Der Legende nach soll etwas Milch auf eine Distel getropft sein, als die heilige Maria ihr Kind stillte. So soll die Pflanze zu ihrem Namen gekommen sein.

Weit verbreitet ist die Mariendistel rund um das Mittelmeer und im Nahen Osten. Dabei reicht ihr Verbreitungsgebiet bis in den Süden Russlands, den Iran und nach Mitteleuropa. Auf den Kanaren, den Azoren und auf Madeira wächst sie ebenfalls. In Amerika und in Südaustralien wurde sie eingebürgert.

An den Boden stellt die zweijährige Pflanze nur wenig Ansprüche, sodass sie sich auf trockenen, steinigen Untergründen sowie Schuttplätzen und an Wegrändern sehr wohlfühlt.

Wirkweise

Als Heilmittel wird die Mariendistel seit dem Altertum genutzt, allerdings sind uns heute ihre wohltuenden Eigenschaften für die Gesundheit weniger bekannt. Inzwischen gibt es allerdings zahlreiche Produkte aus der Mariendistel zu kaufen.

Ihr Hauptanwendungsgebiet besteht in der Stärkung der Leber. Die Wirkstoffe der Mariendistel sollen Giftstoffe am Eindringen in die Leber hindern. Und selbst nach einer Schädigung des Organs sollen sie zu seiner Regeneration beitragen. Bevor Sie zur Behandlung der Leber Mariendistel kaufen, sollten Sie allerdings unbedingt Rücksprache mit Ihren behandelnden Ärzten halten. Am wirksamsten erweisen sich hier Fertigarzneimittel aus Mariendistelextrakt, die es in der Apotheke gibt.

Aus Mariendistel zubereiteter Tee wirkt sich dagegen positiv bei Verdauungsbeschwerden aus. Völlegefühl, Sodbrennen und Blähungen werden schonend gelindert. Bei Pilzvergiftungen nutzt die Schulmedizin das Kraut oft als Gegenmittel.

Früher diente die Heilpflanze unter anderem dem Lösen von Krämpfen und der Anregung des Milchflusses. Hildegard von Bingen verordnete Mariendistel bei entzündlichem Lungen- oder Rippenfell.

Inhaltsstoffe

Die leberstärkende Wirkung der Mariendistel geht aus dem Wirkstoffgemisch Silymarin hervor, das aus den Samen der Pflanze gewonnen wird. Außerdem stecken in der Distel Flavonoide und Schleimstoffe.

Aussehen

Bis zu 1,5 Meter in die Höhe ragend, verzweigt sich der Stängel der Mariendistel und trägt die glänzend grünen Blätter mit weißen Flecken, an deren Enden sich Dornen befinden. In ihrer Blütezeit fällt die Pflanze durch ihre purpurfarbenen Blüten auf. Daraus entstehen braun gefleckte Früchte, umgangssprachlich: Samen.

Wissenswertes

Mariendisteln gehören den Korbblütlern an. Bei bekannten allergischen Reaktionen sollten Sie deshalb lieber auf eine Anwendung verzichten.

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