Weißdorn

Vorkommen

Als Kernobstgewächse innerhalb der Gattung der Rosengewächse sind Weißdorne entweder in Form von Sträuchern oder kleinen Bäumen vertreten. Sie nennen im Grunde die gesamten gemäßigten Klimazonen der nördlichen Hemisphäre ihre Heimat. In Deutschland gibt es nur zwei heimische Arten: den Zweigriffeligen und den Eingriffeligen Weißdorn. Insgesamt sollen bis zu 1000 verschiedene Sorten existieren, die hauptsächlich in Nordamerika wachsen – allerdings sind sie selbst für Botaniker nur schwer voneinander abzugrenzen.

Ihre verschwenderische Blütenvielfalt macht die Weißdorne so beliebt als Zierpflanzen. Als Wildwuchs bevorzugen sie sonnige Plätzchen am Waldesrand und inmitten von Gebüsch. Suchen Sie einen mäßig trockenen, lehm- bis tonhaltigen Boden zum Anpflanzen. Der bevorzugte Nährstoff- und Säuregehalt ist von der Art abhängig, insgesamt sind Weißdorne aber sehr genügsam und passen sich den gegebenen Bodenverhältnissen gut an.

Wirkweise

Die Wirkung der Weißdorne hängt von ihrer Art ab. Einige Sorten sind in der Naturheilkunde sehr beliebt und zeigen sich unterstützend für Herz und Gefäße. Darüber hinaus können ihre Früchte verzehrt werden.

Inhaltsstoffe

Die wertvollen Bestandteile der Weißdorne variieren selbstverständlich von Sorte zu Sorte. Als wichtig bewiesen haben sich Flavonole, darunter hauptsächlich oligomere Procyanidine und Rutin, sowie glykosidische Flavone wie Vitexin. Ihre Früchte enthalten Vitamine.

Aussehen

Weißdorne sind entweder mittelgroße Sträucher oder kleine Bäume, die fünf bis sieben Meter hoch werden. Weißdornbäume bilden rundliche, weit ausladende Kronen mit dichter Verzweigung. Wie ihr Name verrät, besitzt die Pflanze Dornen. Die Blätter sind eher länglich und oval, teilweise werden sie im Herbst gelb bis karminrot.

Mai und Juni bringen den Weißdornen eine Fülle an weißen bis blassrosafarbenen Blüten; in wenigen Ausnahmefällen rötliche. Das mehrjährige Gehölz trägt außerdem kleine rote Steinfrüchte.

Wissenswertes

Der Weißdorn ist eine von Mythen und Legenden umrankte Pflanzengattung. Er soll vor allem Böses abwenden – und in unserem Kulturraum ein Wohnort für Elfen sein. So stellten wir früher einen Weißdornzweig ins Fenster, um unsere Kinder vor Strigae zu schützen, und flochten Stoffe sowie Haare in einen Weißdornbusch, um die darin wohnenden Elfen zu guten Taten zu bewegen. Kinderbetten aus Weißdornholz sollten das Neugeborene davor beschützen, dass eine böse Fee es austauschte oder verfluchte, wie wir es aus dem Märchen Dornröschen kennen.

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