Wilde Malve

Vorkommen

Die Wilde Malve (Malva sylvestris) ist eine beliebte Gemüsepflanze, die auch gern als Heilpflanze zum Einsatz kommt. Ursprünglich nannte sie Südeuropa und den Mittelmeerraum ihre Heimat, heute ist sie bis nach Zentralasien und den Himalaja ausgewandert. Sie fühlt sich am Rand von Wegen und Wiesen wohl, liebt aber auch Böschungen und sogar Ödland.

Wirkweise

Sie ist nicht nur hübsch, sondern auch sehr beliebt in der Phytotherapie: Die schleimbildenden Eigenschaften der Wilden Malve sollen bei gereizten Schleimhäuten helfen, indem die Pflanze einen schützenden Film über die beanspruchten Stellen legt. So verwendet die Pflanzenheilkunde Extrakte des Krauts etwa bei trockenem Reizhusten. Auch bei der Magen-Darm-Pflege kommt die Wilde Malve zum Einsatz.

Vorsicht: Der Verzehr der Wilden Malve kann die Wirksamkeit medizinischer Präparate herabsetzen. Es sollte mindestens eine Stunde Zeit zwischen der Einnahme Ihrer Arznei und der Einnahme eines malvenhaltigen Produkts liegen.

Inhaltsstoffe

Die wichtigsten Bestandteile der Wilden Malve, die deren Wirkung erzielen, sind die Schleimstoffe. Sie sind in einer Konzentration zwischen fünf und zwölf Prozent enthalten. Dazu zählen mehrere Zuckermoleküle. Auch Flavonoide finden sich in dem Kraut.

Aussehen

Die krautige Pflanze wird zwischen 30 und 120 Zentimetern hoch. Oft wächst sie nur einjährig. Die einzelnen Sorten der Wilden Malve unterscheiden sich in ihrer Wuchsform stark, weshalb eine allzu detaillierte Beschreibung nur schwer möglich ist. Manche breiten sich niedrig und weit aus, andere werden hoch und buschig. Die Sommerblume bildet von Mai bis September blauviolette bis rosafarbene Blüten aus.

Wissenswertes

Die Wilde Malve trägt zahlreiche Bezeichnungen: Käsepappel, Rosspappel, Käslikraut, Katzenkäse, Hasenpappel, Hanfpappel und weitere volkstümliche Spitznamen – mit der Pappel ist sie allerdings nicht verwandt!

Der Name rührt stattdessen von dem Wort „Papp“ her, also Brei. Denn früher bereitete man mit der Wilden Malve Mahlzeiten, vor allem für Kinder. Sie ist tatsächlich schon in der Antike als kultivierte Nutzpflanze für die Küche angebaut worden.

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