Rosenwurz

Vorkommen

Die Rosenwurz (Rhodiola rosea) ist ein Dickblattgewächs, das die Kälte liebt. Die winterharte Pflanze stammt ursprünglich aus den arktischen Gebieten der nördlichen Hemisphäre. Sie fühlt sich hauptsächlich auf Silikatgestein wohl, kann sich aber auch mit Moorböden, feuchten Wiesen oder trockenen Sandböden arrangieren.

Wenn Sie Rosenwurz im heimischen Garten anpflanzen möchten, wählen Sie unbedingt einen Platz in der prallen Sonne. Denn die alpine Pflanze ist eine freie Höhenlage mit maximalem Zugang zum UV-Licht gewohnt. Ein lockerer Boden ohne Kalk und mit mäßigem Nährstoffgehalt lässt sie gut gedeihen.

Rosenwurz – Wirkung

Die Wirkung der Rosenwurz wussten schon die Wikinger zu schätzen, die die Pflanze für ihr Immunsystem einnahmen. Im Baltikum, in Skandinavien und in Russland zählt sie noch immer zu den altbewährten Heilpflanzen der Volksmedizin und soll die Denkleistung unterstützen. So langsam entdecken auch wir sie wieder. Rosenwurz soll adaptogen wirken, hat also den Ruf einer Anti-Stress-Pflanze, ähnlich wie Ginseng und die Taigawurzel.

Wenn Sie Rosenwurz kaufen möchten, erhalten Sie sie entweder als Monopräparat oder häufig in Kombination mit B-Vitaminen und Magnesium. Rosenwurzextrakte können Ihre mentale Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen, die Stimmung heben und Ihnen Energie schenken.

Inhaltsstoffe

Rosavine und Salidrosid werden als Hauptwirkstoffe angeführt. Sie zählen zu den phenolischen Glykosiden, die in Rosenwurz enthalten sind. Auch Flavonoide machen einen Teil der Rosenwurz aus.

Aussehen

In die Höhe wächst Rosenwurz zwischen 5 und 30 Zentimetern, in die Breite bis zu 20 Zentimeter. Dicke Rhizome bilden ein verzweigtes Sprosssystem. Die ovalen, graugrünen Blätter rangieren von breit bis schmal und werden bis zu vier Zentimeter lang. An aufrechten Blütenstängeln erblühen im Frühsommer kleine, halbkugelförmige Trugdolgen mit rosafarbenen Blütenknospen. Im Mai bis Juli öffnen sich Letztere zu leuchtend gelben Blüten.

Wissenswertes

Obwohl die Rosenwurz gar kein Rosengewächs ist, taufte Carl von Linné sie auf ihren Namen – denn ihr Wurzelstock duftet nach Rose.